Design bzw. Gestaltung bedeutet mehr als das harmonische anordnen verschiedener Komponenten.  Ein gutes Design sollte neben seinen ästhetischen Ansprüchen, auch immer einen Zweck erfüllen.

So liegt der wesentliche Unterschied zwischen einem Künstler und einem Designer für mich darin, dass der Künstler macht was er will, wohingegen der Designer will, was er macht. Wie die Aufgabe der mythologischen Figur des Demiurgen (Schöpfergott) verstehe ich Gestaltung als systematischen und kreativen Prozess, an dessen Ende ein bewusst herbeigeführtes Ergebnis steht. Ein Designer ist für mich also eher eine Art Magier, der mithilfe von Methoden und Werkzeugen die Realität nach seiner Vorstellung gestaltet.

Doch im Gegensatz zu den „Schwarzmagiern“ der Branche, die egoistisch-manipulativ in das Geschehen der Welt eingreifen um dort falsche Versprechen und künstliche Bedürfnisse zu erschaffen, betrachte ich mich selbst als eine Art Werkzeug, mit dessen Hilfe Schöpfungsimpulse erkannt und in Form gebracht werden können.

Hierbei ist es mir besonders wichtig die Idee bzw. die Hintergründe eines Vorhabens in seiner Ganzheit zu verstehen und zu begreifen und ihm erst dann eine Form zu geben, in der all diese Facetten zum Ausdruck kommen. Zu leicht erliegt man sonst der Gefahr persönlichen Vorlieben oder einer fixen Idee zu verfallen.

Diese systemische Sicht- und Herangehensweise führt oft  zu überraschenden Erkenntnissen und in jedem Fall zu einer authentischen Gestaltung.